Unser Ziel ist es, dass du dich zu jeder Jahreszeit draußen wohlfühlst. Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Fakten rund um das Thema "Wärme", "Temperatur" und "Ausrüstung" zusammengestellt.

#KeepWarm

Der menschliche Körper

Die Verteilung der Temperatur des menschlichen Körpers ist heterogen. Während die Kerntemperatur bei ca. 37°C / 98.6°F liegt, befinden sich die peripheren Körperbereiche z.B. Hände und Füße bei einer weitaus geringeren Temperatur. Diese liegt teilweise 9° unter der Kerntemperatur. Die Körpertemperatur ist individuell und kann daher von Person zu Person variieren. Dies hängt zusammen mit zahlreichen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Umweltbedingungen, Stoffwechselfunktionalität, Veränderung der Essensgewohnheiten, körperlicher Aktivität, Schlafstörungen, Stressanfälligkeit, gesundheitlichen Problemen usw.

 

Einblicke in die Humane Thermoregulation

Unter einer idealen, ausgeglichenen Körpertemperatur arbeitet unser System mit maximaler Effizienz. Was passiert jedoch wenn unser Wärmehaushalt aus dem Gleichgewicht gerät?


Die Anzeichen und Symptome variieren je nach Level der Temperaturreduktion. Eines der ersten Anzeichen ist das frieren an Händen und Füßen. Hinzu kommen kann ein Kälteempfinden, welches den ganzen Körper durchzieht. Symptome wie z.B. schwacher Puls, undeutliche Aussprache, schlechte Kondition, blau/lila Finger und/oder Füße, eine verlangsamter Herzschlag etc. können auftreten. Fällt die Kerntemperatur unter 35°/95°F kann dies ernsthafte gesundheitliche Schäden mit sich bringen. Der Fachterminus hierfür ist Hypothermie. Ohne eine direkte Behandlung kann eine Hyperthermie zu einem Schock, Koma oder im schlimmsten Fall zu Herzstillstand führen.


Um dem vorzubeugen wird empfohlen, insbesondere in kalten Jahreszeiten/Ländern, den Körper mit ausreichend Nährstoffen und Essen zu versorgen. Ebenfalls unerlässlich ist eine den klimatischen Bedingungen entsprechende Kleidung zu tragen.

Warum frieren Frauen mehr als Männer? 

Nur allzu häufig dürfen wir Frauen uns sagen lassen, dass wir Kälte gegenüber überempfindlich wären und unser Kälteempfinden auf reiner Imagination beruht. Doch die Wissenschaft beweist nun das Gegenteil. Basierend auf vier Fakten werden die Unterschiede zwischen Mann und Frau deutlich gemacht.

1. Körperbau

Frauen sind im Durchschnitt kleiner als Männer. Sie haben damit ein ungünstiges Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. So geht viel Wärme über die Haut verloren. Ein passendes Beispiel hierfür lässt sich im Tierreich finden. Laut der Bergmanschen-Regel werden Tiere derselben Gattung größer, je kälter die Region ist. Deutlich erkennbar z.B. Bei dem Königspinguin, eine am Nordpol lebende Pinguinart, und dem Humboldt-Pinguin, einem Artverwandten aus dem Süden. Der Königspinguin ist deutlich größer als sein auf den Galapagos-Inseln lebender Kollege.

2. Haut

Ein weiterer physiologischer Unterschied zwischen Mann und Frau ist bei der Haut zu finden, das funktionell vielseitigste Organ des tierischen und menschlichen Organismus. So haben die Frauen nicht nur sprichwörtlich, sondern auch real eine dünnere Haut als Männer. Daher geht ein größerer Teil der Wärme über die Haut verloren. Ein weniger ausschlaggebender, aber dennoch interessanter Unterschied ist auch die unterschiedlich starke Behaarung der Haut. So sind Männer in der Regel stärker behaart als Frauen. Die Haare fungieren hier ebenfalls als ein zusätzlicher Wärmeschutz. Indem sie sich bei Kälte aufstellen, werden die Haare zu einem geschlossenen Haarkleid und schützen ihren Träger vor Wärmeverlust.

3. Muskelmasse

Ein ausschlaggebender Faktor ist unter anderem auch, dass Frauen weniger Muskelmasse im Verhältnis zum Fettanteil haben. Die Muskelmasse hat einen großen Anteil an der Wärmeproduktion, da dieser Bereich enorm gut durchblutet wird. Dementsprechend findet ein intensiverer Stoffwechselprozess statt, bei dem mehr Wärme erzeugt wird. Frauen hingegen produzieren durch den geringeren Anteil an Muskelmasse sowohl im Ruhezustand als auch während sportlicher Aktivitäten weniger Wärme.

4. Evolution 

Ein letzter, aber sehr entscheidender Punkt geht zurück auf den Gedanken der Fortpflanzung. Zwar produzieren Frauen nicht so viel Wärme wie Männer, jedoch hat der größere Fettanteil auch eine nicht ganz unwesentliche Funktion.  Wird es kalt verringert sich bei Frauen der Blutdruck und das Blut zieht sich unter die Unterhautfettschicht zurück. Es wirkt wie eine Isolatorschicht und ist ein cleverer Schachzug, da so weniger Wärme abgegeben wird und die vorhandene Wärme gespeichert werden kann. Der Grund hierfür ist denkbar einfach, denn alle Frauen sind potentielle Mütter. Daher ist der Körper darauf bedacht die Kerntemperatur immer ausreichend hoch zu halten, um eine mögliche Unterkühlung der Fortpflanzungsorgane im Unterleib zu verhindern.

 

Klimatische Bedingungen

Unser "Blauer Planet" bietet atemberaubende Orte und Landschaften, an denen unterschiedliche klimatische Bedingungen vorherrschen. Unsere Infografiken zeigen dir weitere Informationen zur Temperatur, Niederschlägen und Sonnenstunden in deinem Land oder deinem nächsten Reiseziel. Solltest du dich also entscheiden in die Berge oder an die Küste zu verreisen, vergesse nicht dich geeignet auszurüsten. 

 

Für mehr Wärme im Winter

Auch Schnee und Eis halten dich nicht davon ab, deinen Hobbys nachzugehen? Ob Reiten, Angeln, Bergsteigen oder mit dem Hund spazieren, wir haben unterschiedliche Outfits für kalte Wintertage zusammengestellt und zeigen welche Bekleidung in deinem Repertoire auf keinen Fall fehlen sollten.